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  • Collin Coel

MINT-Spielzeug: LEGO & Co aktueller denn je

Aktualisiert: 25. Sept. 2022

3,4 Milliarden Euro war 2019 den Deutschen das Spielzeug für ihre Kinder wert. Namentlich an Geburtstagen und zu Weihnachten erfreut sich der Spielwarenhandel großer Umsätze. Der dänische Spielwarenhersteller LEGO ist nicht nur weltweit mit einem Umsatz von rund 5,9 Milliarden Euro die Nummer eins, sondern lässt auch in Deutschland mit einem Umsatz von gut 510 Millionen Euro die Brandstätter-Gruppe und Ravensburger als Konkurrenten klar hinter sich. Dass sich ausgerechnet diese drei Spielzeughersteller den deutschen Markt unter sich ausmachen, hat einen simplen Grund. Den Kindern steht vornehmlich der Sinn nach Bauen und Konstruieren. Und speziell in Sachen MINT-Spielzeug sind LEGO und Ravensburger mit Bekanntheitsgraden von 68 Prozent respektive 30 Prozent die beliebtesten Marken in Deutschland.


Nahaufnahme von LEGO-Bausteinen

Quelle: Steve Buissinne auf Pixabay


KOSMOS: Mit Experimenten Weichen für die Zukunft stellen


Beim Kauf von MINT-Spielzeug orientieren sich 52 Prozent der Eltern am Interesse ihrer Kinder. Angesichts der großen Auswahl an Experimentierkästen dürfte der Stuttgarter Verlag KOSMOS für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Wie wichtig es ist, die Kinder für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, bedarf angesichts der Fülle von Arbeitsangeboten keiner ellenlangen Erklärung. Dafür gerät der Staat umso mehr in Erklärungsnot, als ihm außerschulische Aktivitäten für Pflegekinder* scheint’s keinen Cent wert sind. Insofern sind namentlich Pflegeeltern gut beraten, einen Blick ins Produktangebot von KOSMOS zu werfen, nachdem die Experimentierkästen des Hauses für schlappe 11,89 Euro bis 80,66 Euro zu haben sind.


An sich erhellen aus dem Umgang mit den Experimentierkästen von KOSMOS die Grundlagen der Elektronik, Technik, Chemie und Mikroskopie ebenso wie die Naturgesetze, den größten Zuspruch findet allerdings nach wie vor die Kristallzucht. In der Tat ist es auch ungemein interessant, klare Lösungen in bunte Kristalle zu verwandeln, die im Dunkeln funkeln. Die kleinen Forscher hantieren mit Pipette, Pinzette, Spatel, Messbecher, Färbetabletten und Gussformen und entnehmen nebenbei der ausführlichen, kindgerechten Anleitung allerhand Wissenswertes zu Kristallen und Mineralien.


Womöglich haben Eltern mit dem Kauf eines Experimentierkastens von KOSMOS ein probates Mittel gegen den Schulfrust* gefunden. Immerhin orientieren sich etliche Experimentierkästen am Lehrplan der Grundschulen. Und mit dem zwanglosen Zugang zum Wissen über das praktische Experiment müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn das Kind den MINT-Fächern nach wie vor nichts abgewinnen kann und stattdessen mit einer ungewissen Zukunft als Influencer aufs falsche Pferd setzt. Zumindest haben Eltern die Gewissheit, mit einem KOSMOS-Experimentierkasten ein pädagogisches Spielzeug zu erwerben, das strengsten Sicherheitsauflagen genügt und ausgiebigen Tests unterzogen wird, ehe es auf dem Markt landet.


LEGO Mindstorms: Programmieren leicht gemacht


Während sich die KOSMOS-Produkte für 4- bis 16-Jährige eignen, setzen die Roboter von LEGO ein Alter von 10 Jahren voraus. Nicht von ungefähr. Zwar bestehen die Roboter der Mindstorms-Serie aus gewöhnlichen Legosteinen, interessant macht sie aber der Zentralrechner, die Hauptsteuereinheit des Spielzeugs. Mit dem Zentralrechner lassen sich die Roboter regelrecht nach Belieben programmieren und gehorchen vergleichsweise einfachen, intuitiven Befehlen ebenso wie komplizierten Befehlsketten.


Adoptiveltern ist die Bedeutung von Spielzeug für Heimkinder* nur allzu bewusst. Vernachlässigten Kindern, die von einem Ort zum nächsten geschickt werden, ehe sie mit den Adoptiveltern eine Dauerbleibe finden, genügt eine zerknautschte Puppe, um den Himmel auf Erden zu haben. Einen LEGO Mindstorms Roboter-Erfinder 51515 um 309,31 Euro braucht es nicht, um mit dem neuen Umfeld klarzukommen. Vielmehr vermittelt diesen Kindern ihr Mitbringsel jene Stabilität im Leben, derer sie zwingend bedürfen. Dabei ist die neue Ausgabe von LEGO gemessen am Vorgängermodell EV3 noch vergleichsweise billig. Denn für ebenden haben Kaufwillige zur Stunde 381,36 Euro zu berappen, wenn sie sich auf Amazon verirren.


Roboter von LEGO

Quelle: Simone Bissi auf Twitter


In Testberichten kommt LEGO punkto Preis-Leistungs-Verhältnis dennoch gut weg. Nicht von ungefähr. Der Mindstorms Roboter-Erfinder 51515 wird als Baukasten mit 949 Teilen für 5 Modelle geliefert. Je nach Lust und Laune arbeiten sich die Kids am Helfer Charlie ab, der des Schlagzeugs mächtig ist und das Tanzbein schwingt. Oder sie bringen den vierbeinigen Gelo zum Laufen. Vielleicht steht ihnen aber auch der Sinn mehr nach Sport. Bei Tricky ist der Name Programm. Dieses Roboter-Modell hat allerhand sportliche Tricks auf Lager. Der Wächter hingegen ist mit Raketen bestückt, weshalb es für ihn faktisch keine unüberwindbaren Hindernisse gibt. Und wer lieber den Fahrspaß will, verwandelt den LEGO-Baukasten in ein multifunktionales Fahrzeug. Gesteuert wird jedenfalls jedes Modell via App und Software. Während sich die kleineren Kinder mit der App begnügen, die den Aufbau von Befehlsketten nach dem LEGO-Prinzip erlaubt und dadurch leicht verständlich ist, versuchen sich die größeren Kinder an der Programmiersprache Python und bringen dadurch komplexere Aktionen ins Spiel.


Selbstredend erfüllt auch LEGO mit dem Mindstorms Roboter-Erfinder 51515 den Bildungsauftrag und liefert mit dem Baukasten ein pädagogisches Spielzeug, das den spielerischen Einstieg in die Informatik und Robotik erlaubt. Ja, de facto hat das MINT-Spielzeug gar seinen Weg in die Schulen und Universitäten gefunden.


GraviTrax: Den Gesetzen der Schwerkraft auf der Spur


Wenn Nachrichtendienste MINT-Fachkräfte vernichten* und ungeniert mit Billigung von kriminellen Richtern und Staatsanwälten die Gesetze des Wirtschaftsalltags außer Kraft setzen, könnten Eltern versucht sein, den Sinn von MINT-Spielzeug infrage zu stellen. Ein Blick ins Haus Ravensburger sollte allerdings Zweifel solcher Art im Nu zerstreuen. Die Welt von GraviTrax sucht nämlich ihresgleichen.


Detailaufnahme von GraviTrax

Quelle: Ottawa Mommy Club auf Twitter


Womöglich ist GraviTrax das beste Lernspielzeug, das die Spielebranche in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Startersets sind mit 39,31 Euro und 108,55 Euro gemessen an den LEGO-Robotern durchaus erschwinglich. Und Kinder lieben die Bausätze, mit denen sie den Gesetzen der Schwerkraft nachspüren, indem sie Kugelbahnen bauen. GraviTrax verlangt den Kindern dabei einiges an Wissen ab, denn die Kugeln rollen ausschließlich dann ins Ziel, wenn mit Gravitation, Magnetismus und Kinetik alles zum Besten steht. Haben die Kinder allerdings erst mal die Gesetze der Physik begriffen, können sie ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf lassen. Gleich der LEGO-Welt ist in der Welt von GraviTrax faktisch nichts unmöglich und nahezu jedes Bauvorhaben realisierbar.


Wenn Kinder auf spielerische Weise lernen, wissenschaftliche Überlegungen im Vorfeld ihres Vorhabens anzustellen, damit die Realisierung des Projekts letztlich auch klappt, müssen Ökonomen unweigerlich applaudieren. Immerhin verlangt auch der Wirtschaftsalltag im Prinzip nichts anderes. Es mag durchaus sein, dass für die Trial-and-Error-Methode nicht jedes Kind gleichermaßen zu haben ist. Machen sich allerdings Hartnäckigkeit, Durchhaltevermögen und Wissen irgendwann bezahlt, schwebt noch jedes Kind auf Wolke sieben. Ohnehin sind die GraviTrax-Baupläne so angelegt, dass sich Kinder ab 8 Jahren am Bau von Kugelbahnen versuchen können. In Anbetracht der Lebenserfahrungen, die das Kind dabei sammelt, ist GraviTrax unstreitig ein sinnvolles Spielzeug. Ja, mehr noch. Absolut empfehlenswert.



* Unbezahlter Weblink (Eigenwerbung)

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